Self-Publishing – ein Erfahrungsbericht

Muss es unbedingt ein Verlag für mein erstes Buch sein oder soll ich mich ans Self – Publishing wagen? Diese Frage habe ich mir über viele Wochen immer wieder selbst gestellt. Zu Beginn noch zaghaft und im Flüsterton, doch je mehr Zeit ich zum Nachdenken hatte, desto lauter wurde sie.  Eine Frage, die sich viele angehende  und auch bereits veröffentlichte Autoren stellen. Doch allzu leicht verirrt sich ein Neuling im Self – Publishing – Dschungel, weshalb ich meine Erfahrungen als Neuling mit euch teilen möchte.

Dank Self-Publishing platzt der Traum vom eigenen Buch nicht länger wie eine Seifenblase.

Dank Self-Publishing platzt der Traum vom eigenen Buch nicht länger wie eine Seifenblase.

Die Entscheidung ist gefallen und jetzt?

Meine erste Anlaufstelle um mich über das Self-Publishing zu informieren war Amazon. Dort bin ich auf die Self-Publisher Bibel von Matthias Matting gestoßen, die ich mir sofort auf meinen Reader geladen habe. Dann folgte noch „Buch und E-Book“ von Siebenbücherfrau und das Buch von Bernd Rötlingshöfer „Kauf! Mich! Jetzt!“, indem es um Marketing für Autoren und Selbstverleger geht.  Ich hatte Lesestoff für mehrere Tage und konnte mir einen ersten Einblick verschaffen. Eines wurde mir sehr schnell bewusst. Als Indieautorin muss man entschlussfreudig sein.  Mir war klar, dass ich nicht unter meinem Realnamen veröffentlichen wollte, also brauchte ich ein Pseudonym.  Endlose Recherchestunden später hatte ich endlich einen Namen gefunden, der mir gefiel, doch war dieser Name auch unverbraucht? Ein Name, unter dem ein anderer Autor bereits veröffentlicht hat, ist geschützt. Das kann im schlimmsten Fall teuer und peinlich werden. Deshalb habe ich meinen Wunschnamen in die gängigsten Suchmaschinen, die größten Portale wie Facebook, Twitter und auch Amazon, Thalia eingegeben.  Doch das war mir noch nicht genug. Ich suchte auch noch im VLB (Verzeichnis lieferbarer Bücher) und im Verzeichnis der DNB (Deutschen National Bibliothek). 

Dann traf ich auf den nächsten Stolperstein. Jetzt hatte ich zwar ein unverbrauchtes Pseudonym, musste aber als Self-Publisher meinen Realnamen und meine reale Adresse im Impressum meines Buches, meiner Autorenseite und in der offiziellen Facebook Seite angeben. Was nützt da bitte ein Pseudonym?  Die Lösungssuche dauerte fast eine ganze Woche, bis ich schließlich auf den Papyrus Autoren-Club aufmerksam wurde.  Ulli Ramps stellt dort für Papyrus Autornutzer einen kostenlosen Adressservice zur Verfügung. Wenig Aufwand und rechtlich Abgesichert. Ein Volltreffer, der mir viele Kopfschmerzen erspart hat. (Vielen Dank dafür Ulli Ramps :-) ) Wer kein Papyrus Autor nutzt, kann den Pseudonymservice vom  Autorenservice nutzen.  Dort kostet der Impressumsservice ab 6.90 Euro. Eine gute Lösung für alle, die ihr Autoren – Ich vom Privat – Ich trennen möchten. Bei meiner Recherche für das Impressumsrecht bin ich auf viele Meinungen gestoßen. Vor allem was das Facebook Impressum angeht. Hier scheint es vielen Nutzern nicht klar zu sein, dass auch bei Facebook eine Impressumspflicht nach deutschem Recht besteht. Wer sich rechtlich auf der sicheren Seite wissen will, sollte hier nicht nur eine Mail Adresse angeben. Egal um welches Impressum es sich handelt, ihr braucht eine rechtsgültige Adresse, unter der ihr jederzeit erreichbar seid!

Das nächste Schlagloch wartet schon – der Autorenblog

Egal wohin mich meine Recherche auch geführt hat, immer wieder stieß ich auf die Aussage, dass ein Autor eine eigene Webseite oder einen Blog baucht. Okay, dachte ich. Das kann ja nicht so schwer sein. Für Menschen, die sich mit dem erstellen einer eigenen Webseite auskennen, mag das zutreffen. Auf mich nicht. Voller Elan und Tatendrang habe ich mich wieder ans recherchieren gemacht und bin recht schnell fündig geworden, sowohl bei der Domain, als auch beim Anbieter. Was dann folgte, waren zahlreiche schlaflose Nächte, in denen ich Stundenlang herumprobiert und an meinem Blog gebastelt habe.  Zum Glück sind Autoren auch absolute Vielleser und ich habe mir schließlich das WordPress Buch von Moritz Sauer gekauft. Mit dem Thema Blog könnte ich ein eigenes Buch schreiben, dazu gibt es aber im Internet und im Buchhandel wirklich gute Artikel, Blogs und Bücher. Ich empfehle Google und einen Blick in die Bücherlisten, da wird jeder fündig und erspart sich Kummer und ausgerupfte Haare, weil es mit der Bloggestaltung nicht auf Anhieb funktioniert.

Das unendliche Internet – Universum als Marketingplattform

Für die Fans und die Leser erreichbar sein, ist neben einem guten Manuskript das Wichtigste für einen Self-Publisher.  Facebook, Twitter und Google+, sind dafür tolle Plattformen und machen zudem wirklich Spaß! Ich verbringe inzwischen genauso viel Zeit im Internet, wie für das Arbeiten an meinen Manuskripten.  Immer wieder unterhalte ich mich mit netten Menschen im Internet und vergesse darüber die Zeit.

Mein Fazit bis jetzt:

Ich bin froh, dass ich diesen Weg der Veröffentlichung gewählt habe und liebe es jeden Tag. Wer unter die Self-Publisher gehen möchte, hat zweifellos einen langen und holprigen Weg vor sich, der aber auch viel Freude und Spaß bringt. Da ich noch lange nicht am Ende dieser Reise bin, werde ich hier immer neu berichten, was ich als frisch geschlüpfte Self-Publisherin erlebe.

Demnächst hier:

  • KDP, BoD, Neobooks oder doch epubli?
  • E-Book Formatierung und seine Tücken
  • Endlich! Mein Buch ist im Handel und jetzt?
  • Buchmarketing – Was für Möglichkeiten gibt es?
  • Autorentraum versus Realität

Eure Emily

 

 

 

 

 

 

 

 

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