„Vom Glück und wie es uns findet.“


„Wege entstehen dadurch, dass wir sie beschreiten.“ Ein Satz der mich durch die letzten Monate begleitet hat und ich würde euch gern erzählen was es damit auf sich hat. In den letzten Stunden haben mich zahlreiche Nachrichten von lieben Menschen erreicht, die von meinem Buchtrailer zu Flerya begeistert sind und ich freue mich riesig darüber, aber es stimmt mich auch ein wenig traurig. Warum das so ist, erzähle ich euch in den kommenden Zeilen. 

Mein letzter Blogartikel liegt viele Monate zurück, sehr viele um ehrlich zu sein, was daran liegt, das ich, wie das vermutlich jeder kennt eine unglaublich schöne aber auch anstrengende und manchmal sehr harte Zeit hinter mir habe. Zumindest hoffe ich das sie hinter mir liegt, denn wer weiß was die kommenden Monate bereithalten. Vor wenigen Tagen habe ich meinen ersten eigenen Buchtrailer veröffentlicht und darauf viele schöne Kommentare, Lob und auch Nachrichten erhalten, über die ich mich riesig freue. Und obwohl sie alle super lieb waren, haben mich manche ein bisschen nachdenklich gestimmt. Genau gesagt die Nachrichten, in denen Aussagen standen wie „manche Menschen scheinen das Glück gepachtet zu haben“ oder „dir fliegt einfach alles zu“. Ist das wirklich so? Haben manche Menschen wirklich mehr Glück als andere? Ich glaube nicht und genau deshalb schreibe ich jetzt diesen Artikel. Er ist für euch, als kleiner Mutmacher gedacht und für mich Neuland, denn bis jetzt habe ich nur selten in meinen Beiträgen oder Artikeln über Rückschläge gesprochen.

„Glück“

Die meisten von euch wissen, das ich seit Ende 2016 Autorin beim Drachenmond Verlag bin. Ein Wunschtraum der in Erfüllung gegangen ist, aber nur ganz wenige Menschen wissen, dass ich mich davor schon mit einem anderen Manuskript beworben habe, gehibbelt und gehofft hatte, wie so viele andere auch und am Ende doch eine Absage bekam. Im ersten Moment ein echter Tiefschlag, der mir eine verheulte Nacht im Liegestuhl in meinem Garten einbrachte. Doch am nächsten Morgen als die Sonne aufging, bin ich aufgestanden, habe einen extra starken Kaffee getrunken und das nächste Manuskript in Angriff genommen, mit dem ich es dann einige Monate später doch in diesen wundervollen Verlag schaffte. Im März dieses Jahr kam dann der nächste Rückschlag, aus Gründen auf die ich nicht näher eingehen werde, musste ich wieder in meinem alten Brotjob arbeiten und hatte plötzlich kaum noch Zeit zum Schreiben. Zwei Manuskripte warteten, ich wollte unbedingt einen schönen Buchtrailer basteln (obwohl ich keine Ahnung vom Adobe Programm hatte), meine Kinder hatten ebenfalls das Recht auf eine Mama, die sich Zeit für sie nimmt. Mein Ausweg: ich schrieb Nachts und nutzte jede freie Minute am Tag, um mich durch das Handbuch zum Videoprogramm zu wühlen. So lange, bis ich selbst dann, wenn ich früher ins Bett gegangen bin nicht mehr schlafen konnte, weil ich immer im Hinterkopf hatte, was ich noch alles tun musste. Ich war reizbar, schlecht gelaunt und saß nicht selten weinend zuhause. Was mir die Kraft gab durchzuhalten war meine Liebe zum Schreiben und der Wille mein Ziel, mich wieder ganz dem Schreiben widmen können, zu erreichen. Der erste Schritt dorthin war das Ende unter dem Manuskript von Flerya, das ich so gegen drei Uhr morgens vor einigen Wochen endlich tippen durfte. Mein Jubelschrei schreckte zum Glück nur unseren Hund aus dem Schlaf. :-)

„Wünsche erreichen“

Als der Trailer zu Flerya fertig war und ich ihn meiner großartigen Verlegerin Astrid zugeschickt habe, war ich so nervös, wie bei meiner ersten Manuskriptbewerbung in ihrem Verlag. Warum? Weil ich viel Zeit, Mühe, Frust und auch Tränen hineingesteckt habe und mir oft nicht sicher war, ob ich es schaffe, mich in das umfangreiche Videoprogramm einzuarbeiten. Was mich dann aber packt ist der Ehrgeiz. Aufgeben kommt nicht in Frage. Wir setzten uns keine Ziele, um sie aufzugeben, nur weil der Weg dahin holprig und voller Schlaglöcher ist. Aufgeben heißt nicht mit Herzblut an dieser einen Sache zu hängen, die man glaubt erreichen zu wollen. Also nein, ich glaube nicht das manchen Menschen mehr Glück haben als andere, denn Glück ist etwas das wir uns selbst bescheren, indem wir uns durchboxen und uns unsere Wünsche selbst erfüllen. Aber es stimmt schon, manchmal gehört auch ein bisschen Glück dazu. Viel mehr zählt jedoch das, was wir dafür tun, um das Glück zu uns einzuladen, denn Wege entstehen dadurch, das wir sie beschreiten. 

Deshalb haltet an euren Wünschen fest und setzt alles daran sie zu erreichen. Ich bin überzeugt davon, dass ihr es schaffen werdet, solange ihr nicht aufgebt. Die Freude darüber etwas geschafft zu haben ist viel größer und schöner, wenn ihr dafür gekämpft habt. Jeder Mensch hat das gleiche Recht auf ein bisschen Glück und nur wir allein können dafür sorgen, dass es uns findet.

Und jetzt seid ihr dran, wenn ihr möchtet und Lust habt. Erzählt mir in den Kommentaren von euren Wünschen und ganz besonders davon, was ihr dafür tut, damit sie in Erfüllung gehen. Ich bin gespannt!

Wer nachsehen möchte, was man erreichen kann, wenn man nicht aufgibt, der kann sich Hier den Trailer anschauen.

Alles Liebe Eure

Emily

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