Warum ich gerne eine Indie-Autorin bin


Was ist eigentlich ein Indie-Autor? Warum ist es so wunderbar ein Indie-Autor zu sein? Und was sind die Schattenseiten?

Ein Indie-Autor ist laut Definition ein Autor der im Selbstverlag seine Bücher publiziert. Seit Juli darf ich mich Indie-Autorin nennen und ich tue das mit Stolz und einem Lächeln im Gesicht. Warum? Weil ohne das Selbstverlegen mein Debütroman immer noch in der Schublade liegen würde und ich die vielen wunderbaren Menschen nie kennengelernt hätte.

Das ist etwas wofür ich jeden Tag dankbar bin – die Menschen denen ich täglich begegne. Sei es im Internet auf diesem Blog, Facebook, Twitter, Google+, auf Buchmessen, Veranstaltungen oder Lesungen. Ich staune immer wieder wie riesig der Markt um Bücher ist. Da gibt es wunderbare Blogger, die sich für Indie-Autoren einsetzen: Pierres Blog: Ich liebe Fantasybücher, oder Saskia Seifert von Red Fairy Books, um nur ein paar zu nennen, denn die Liste dieser tollen Blogger ist lang. Autorenkollegen die sich gegenseitig unterstützen und Leser die sich einbringen und damit ebenfalls Autoren und Blogger unterstützen. Wegen all dieser Menschen liebe ich das was ich tue und bin froh den Schritt gegangen zu sein. Diese Community ist für mich wie eine groß Familie. Uns alle verbindet die Liebe zum Buch.

Aber ja, es gibt auch die andere Seite. Die Alleingänger, Menschen die nehmen aber nicht bereit sind etwas zurück zu geben und sei es nur ein Dankeschön.

Vladislav Melnik – der affenblog hat dazu einen, wie ich finde, wunderbaren Artikel auf seinem Blog geschrieben. Der sich zwar auf Blogger bezieht, aber genauso gut zu uns Autoren passt. Das Schöne ist: es gibt  viele und wirklich gute deutsche Bücher von Indie-Autoren auf dem Markt. Etwas worauf wir stolz sein können!

Seit dem ich selbst diesen ganzen Weg zum selbständigen Autor gegangen bin, weiß ich wie viel Arbeit und Geld in jedem einzelnen dieser wunderbaren Bücher steckt. Angefangen vom Lektorat, Korrektorat bis hin zum Cover, der Konvertierung und dem anschließenden Marketing. Ein Autor der Wert auf Qualität legt investiert um die 1000 Euro in jedes einzelne Buch! Trotzdem sind die Bücher von Indie-Autoren, sei es nun E-Book oder Taschenbuch, oft viel günstiger als Bücher von Verlagsautoren. (Es gibt natürlich auch hier Ausnahmen. :-) ) Und das Beste daran ist: sie stehen qualitativ und vom Anspruch des Buchinhaltes her den Verlagsveröffentlichungen in nichts nach.

Neben all dem Positiven gibt es aber auch die Schattenseite. Ich bin ja nicht nur Autorin, sondern auch Leserin und als Leserin gerate ich auch an Bücher von Indie-Autoren deren Anspruch an sich und ihre Werke nicht besonders hoch ist. Autoren die auf Kritik, selbst wenn sie noch so gut begründet ist, hitzig und meist zu heftig reagieren. Dabei vergessen diese Menschen das Kritik und die Fähigkeit diese anzunehmen und in etwas Gutes zu verwandeln, eine der wichtigsten Eigenschaften eines Autors ist.

Ich lese oft von Bloggern die inzwischen Angst haben Rezensionen zu schreiben, weil sie die negative Reaktion des Autors fürchten. Das finde ich traurig und auch beunruhigend, denn besonders Indie-Autoren sind auf Rezensionen angewiesen. Ich weiß schon, dass sich an dieser Stelle so manche Autoren über mich ärgern werden. Aber das ist okay, jeder hat eine Meinung und darf diese Äußern. Vergesst dabei aber bitte nicht, dass wir als Autoren Dienstleister sind. Wir bieten unseren Lesern ein Produkt an. Auf Kritik gar beleidigend, drohend oder herablassend zu reagieren, schadet dem Autor und leider auch den Kollegen, die sich Mühe geben und ihr Bestes tun.

Ja jede Medaille hat zwei Seiten, aber das gilt für alle! Ob Autor, Blogger oder Leser. Unter allen gibt es die Einzelgänger, Menschen, die sich im sozialen Umfeld schwer tun und so negativ auffallen.

Trotzdem liebe ich es eine Indie-Autorin zu sein, denn die Mehrzahl der Menschen denen wir täglich begegnen sind wunderbare und hilfsbereite Leute! Auf sie kommt es an. Also meine Lieben, unterstützt euch gegenseitig, egal worin oder womit. Freundlichkeit und etwas für einen anderen Menschen tun, machen einen selber glücklich und kommt (meistens) mit soviel mehr  wieder zu einem zurück.

Eure Emily

 

 

 

 

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